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Rollbilder sind seit dem Mittelalter fester Bestandteil der japanischen Kultur. Bereits ab dem 9. Jahrhundert wurden mit dem Tuschepinsel chinesische Schriftzeichen auf Rollbilder geschrieben, um Inhalte der buddhistischen Lehre zu vermitteln. Hieraus entwickelte sich später die zen-inspirierte Kunstform des Shodô (Weg des Schreibens). Die mit Zen-Texten versehenen Rollbilder - kakemono oder bokuseki genannt - werden bis heute in Zen-Tempeln und Teehäuser aufgehängt.

Als eine mehr weltlich orientierte Kunst wurde seit dem 14. Jahrhundert die Tuschemalerei im chinesischen Sung-Stil beliebt. Auf den Rollbildern werden Motive von der Landschaftsmalerei bis zu Alltagsszenen oftmals mit zu dem Thema passenden Gedichten oder Texten kombiniert.

Neben dieser sehr populären Kunstform gibt es auch eine zen-orientierte Malerei, genannt Zenga. Hierzu gehören Darstellungen des Daruma (japanisch für Bodhidharma, dem Begründer des Zen) ebenso wie das Kreiszeichen Ensô, das - mit einem Pinselstrich auf das Papier geworfen - als ein Symbol für das Erlebnis der absoluten Leere und es wahren Selbst gilt.

s. auch www.zengalerie.de