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Wabi und Sabi bezeichnen zwei Begriffe, für die es keine genaue deutsche Übersetzung gibt. Heute werden sie zumeist als zusammenhängendes Wortpaar Wabi-Sabi gebraucht, um den eigentümlichen Geist der Zen-Gestalung und insbesondere der Teezeremonie zu kennzeichnen.

Wabi verweist auf die Schönheit des Unvollkommenen. Es steht für das Einfache und Gelassene, im Gegensatz zum Modischen und luxuriös Überladenen.

Sabi enthält den stillen Charakter des Alters (wörtlich ‘gereift diurch den Gebrauch’), der den Dingen Tiefe verleiht. Alles Neue und Glänzende wird vermieden.

Wabi-Sabi-Objekte sind rauh, unvollkommen und in ihrer Farbgebung unregelmäßig, Diese wird jedoch nicht durch Nachlässigkeit erreicht, sondern ist ein Ergebnis genau abgestimmter, meisterlicher Gestaltung.