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Warum Zen-Design?

Die Notwendigkeit eines ökologischen Wandels im Umgang mit unserem Heimatplaneten ist weitgehend Konsens, auch wenn die Taten weitgehend hinter dem Bewußtsein hinterher hinken. Die Probleme dieser Erde lassen sich nicht allein durch  saubere Energien und gedämmte Häuser lösen. Die kapitalistische Weltwirtschaft beruht auf der Ausbeutung sowohl von Menschen als auch von begrenzen Ressourcen, mit dem bekannten Ergebnis von Überfluss und Verschwendung auf der einen Seite und von Armut und Hunger in den benachteiligten Regionen.

‘Ohne grundlegende Wirtschaftsreformen wird sich nichts ändern. Die Klimakrise wie die Finanzkrise sind zwei Seiten des Wirtschaftskriegs mit der Zukunft, getrieben von der Finanzgier des Kapitalmarkts und der Ausplünderung der natürlichen Lebensgrundlagen.’        M. Müller und H. Weiger in der ZEIT vom 7.1.2010

Wenn sowohl der ökologische Umbau als auch der Abbau der Verelendung gelingen sollen, brauchen wir in erster Linie ein Umdenken in den reichen Ländern, Hand in Hand mit einer Fortführung des längst nicht abgeschlossenen Projekts der Aufklärung. Es besteht kein Zweifel, dass eine einigermaßen gleichmäßige Verteilung von Gütern bei begrenzten Ressourcen und weiterhin anwachsende Weltbevölkerung nur gelingen kann, wenn ein sparsamer und nachhaltiger Umgang mit diesen Gütern eingeübt wird.

Zen-Design kann ein kleiner Baustein zur Nachhaltigkeit im Umgang mit den Gütern des täglichen Lebens sein. Zen-Design legt Wert auf ökologische Produkte und propagiert mittels langlebiger Produkte eine Abkehr von der Wegwerfgesellschaft. Natürlich lassen sich die Parameter des Zen, die über Jahrhunderte die japanische Kultur beeinflusst haben, nicht nahtlos auf unsere Epoche und Gesellschaft übertragen. Aber es lassen sich dort Hinweise für eine ökologisch-nachhaltige Gestaltung unseres Alltags finden.